Postfiliale in der Rheingoldstraße wurde leider geschlossen

Als Stadtrat für den Stadtbezirk Neckarau-Almenhof-Niederfeld bedauere ich sehr, dass in Neckarau heute eine Ära zu Ende gegangen ist. Die endgültige Schließung der Postfiliale in der Rheingoldstraße 16 ist enttäuschend. Zusammen mit der Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins und Bezirksbeirätin, Sabine Leber-Hoischen, haben wir heute den Mitarbeiter*innen der Filiale einen kleinen floralen Abschiedsgruß überbracht.

Bei der Verabschiedung der Beschäftigten habe ich ihnen gewünscht, dass ihre weiteren beruflichen Perspektiven hoffentlich annehmbar sind – was man für die Neckarauer Kund*innen jetzt schon nicht behaupten kann.

Ein Blick auf die Warteschlangen bei der neu eingerichteten Post-Agentur zeigt, dass dies bislang keine adäquate Lösung für einen Stadtbezirk mit über 30.000 Einwohnern ist. Der Hinweis der Post, dass die nächstmöglichen Postfilialen am Paradeplatz oder in der Langen Rötterstraße in der Neckarstadt als Alternativen angeboten werden, ist ein Treppenwitz. Niemand wird eine Reise quer durch die Stadt allein dafür auf sich nehmen. Wie man hier als Dienstleister in diesem auf Tempo und Erreichbarkeit basierenden Geschäft attraktiv bleiben will, ist mir ein Rätsel.

Sabine Leber-Hoischen wies auf die breite Unterstützung der Bevölkerung in Neckarau im Kampf gegen die Schließung der Filiale in der Rheingoldstraße durch eine Unterschriftenaktion hin: „Über 1.200 Bürger*innen haben sich mit Ihrer Unterschrift binnen kürzester Zeit gegen die Schließung gewandt“ berichtet die Ortsvereinsvorsitzende, „aber offenkundig hat das bei den Entscheidungsträgern keinen Eindruck hinterlassen.“ Sie weiß, dass die Neckarauer und Neckarauerinnen „ihre Post“ vermissen werden.

Auf dem Hintergrund der Gespräche, die ich im Zusammenhang mit der Schließung der Postfiliale geführt habe, verbinde ich die Hoffnung, dass ein Mindestangebot an Infrastruktur am Standort erhalten bleibt. Ich hoffe, dass wenigstens die Überlegung umgesetzt wird, zumindest den Geldautomaten sowie den Briefkasten mit Briefmarkenautomaten zu belassen. Sonst haben wir ganze zwei Geldautomaten in Neckarau und lange Wege, um zukünftig Briefe einwerfen zu können.


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